Sebastian Grundhöfer

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Was sich verändert, wenn ein Coding-Agent acht Stunden am Tag mit dir arbeitet

Beobachtungen aus zwei Jahren täglicher Praxis mit agentischen Coding-Werkzeugen. Was sich an der Arbeit verändert, und was nicht.


Diese Notiz ist noch in Arbeit. Eine ausgearbeitete Fassung folgt in den kommenden Wochen.

Die Frage, die mich am Anfang am meisten beschäftigt hat, war nicht: was kann so ein Werkzeug? Sondern: was verändert sich an meiner Arbeit, wenn ich es einfach laufen lasse — nicht als Experiment, sondern als Alltag. Acht Stunden, fünf Tage die Woche, über Monate.

Manches verändert sich offensichtlich. Vieles davon ist in den einschlägigen Demovideos schon zu sehen. Spannender finde ich die Dinge, die sich nicht so verhalten, wie man es vorher gedacht hat. Wo das Werkzeug nicht schneller wird, sondern langsamer. Wo es nicht mehr Selbstständigkeit erzeugt, sondern mehr Aufmerksamkeit braucht. Wo das eigene Urteil wichtiger wird, nicht weniger wichtig.

Drei Beobachtungen, die ich in einer ausführlicheren Fassung dieses Textes sortieren möchte:

  1. Die Halbwertszeit des eigenen Kontexts verkürzt sich. Was vor einem halben Jahr für ein Projekt galt, gilt heute oft nicht mehr — und das liegt weniger an der Welt als am Werkzeug, das diese Welt für einen modelliert.

  2. Die Arbeit verschiebt sich von “schreiben” zu “lesen und entscheiden”. Die Tastatur ist seltener im Einsatz, der Blick häufiger.

  3. Das Schwierigste ist nicht die Technik, sondern die Geduld, die Entscheidung nicht selbst zu treffen, obwohl man könnte.

Mehr dazu, sobald ich es vernünftig formuliert habe.